Reisebericht

Island

 

Islandreise vom 14.04. – 18.04.2011

Am 14. April sind wir, eine kleine Gruppe, von Frankfurt aus nach Island gestartet, um die wunderbare Insel kennen zu lernen.
Oder zumindest einen kleinen Teil von Ihr.
Nach 3 ½ Stunden Flugzeit sind wir in Keflavik gelandet und wurden von Regenwetter begrüßt.
Dies sollte uns aber nicht weiter stören, denn schnell lernten wir, dass sich das Wetter auf Island alle 20 min ändert.
Den 1. Stopp auf dem Weg zum Hotel machten wir bei der Blauen Lagune.
Die Blaue Lagune ist eine Lavasenke, die mit zwei Drittel warmem Salzwasser und einem Drittel Süßwasser gefüllt ist und als Thermalfreibad genutzt wird.
Dieses entspannende und interessante Erlebnis sollte auch nicht durch einen kurzen, aber heftigen Schnee- und Hagelsturm getrübt werden.
Nachdem wir unsere Zimmer in Reykjavik bezogen hatten, schauten wir uns eine kurze Hotelpräsentation an und genossen ein tolles Abendessen im „Restaurant Vox“.

2. Tag
Der 1. Blick aus dem Hotelzimmer überraschte nicht wirklich, es lag überall Schnee.
Hoffentlich sollte uns das Wetter keinen Strich durch die Tagesplanung machen.
Frühzeitig brachen wir in Richtung Norden auf, es galt, die Halbinsel Snaefellsnes zu erkunden.
Unsere Tour führte uns vorbei an verschiedenen Landschaftsbildern, Lavastränden und Felsküsten.
Natürlich gehört zu einer Wikinger Reise, auch eine kleine Wanderung.
Wir packten uns alle dick ein und liefen entlang der Felsküste von Hellar nach Arnastapi und versuchten einen Blick auf den Gletscher Snaefellsjökull zu erhaschen.
Übernachtet haben wir in Stykkisholmur, ein beliebter Ferienort direkt am Meer.
Jedoch zu dieser Jahreszeit waren wir bestimmt die einzigen Besucher dort.

3. Tag
Heute Morgen ging es nach Bjarnarhöfn, eine Eishaifangstation, der nächste Ort von hier ist 25km entfernt.
Ein unangenehmer Geruch steigt einem sofort in die Nase, sobald man sein Fahrzeug verlässt und kurz darauf erfahren wir auch, woher dieser kommt.
Der Eishai hat keine Nieren und lagert somit Stoffwechselgifte in seinem Fleisch ein.
6 Wochen rottet er vor sich hin und setzt soviel Ammoniak frei, dass sich keine Fliege in die Nähe wagt.
Wir schauten uns Haus und Hof an und durften dann auch die Isländische Delikatesse probieren.
Nun ja, wie soll man sagen, sie riecht nach Urin und schmeckt nach Ammoniak.
Es ist mir bis heute ein Rätsel, wie die Isländer auf verfaulten Fisch Appetit haben können.
Der Nachmittag stand unter dem Motto: „Gullni hringurin = Golden Circle“ die 3 berühmtesten Sehenswürdigkeiten auf Island.
Wir staunten alle nicht schlecht, als die gewaltigen Wassermassen am Gullfoss Wasserfall neben uns herunter donnerten.
Und natürlich warteten wir auch alle auf den perfekten Moment, als wir wenig später den berühmten Geysir besichtigten, um das beste Foto mit der höchsten Fontäne zu schießen.
Alle 10 min speit der Geysir heiße Luft in die Höhe.
Nach einem tollen und langen Tag übernachten wir in Fludir.

4. Tag
Gestern haben wir das 3. Naturwunder Islands nicht mehr geschafft, somit fuhren wir heute Morgen in den Þingvellir Nationalpark.
Der geschichtsträchtigste Ort Islands liegt inmitten einer Grabenbruchzone und ist umgeben von vier aktiven Vulkansystemen, darunter der Hengill, am Südufer des Sees Þingvallavatn.
In diesem Nationalpark wird das Auseinanderdriften der amerikanischen und europäischen tektonischen Platten durch imposante Felsspalten und Risse sichtbar.
Ganz deutlich zum Beispiel in der Allmännerschlucht, die wir durchqueren.
Unser Reiseleiter erklärt uns, dass dies der Ort ist, wo sich bereits um 930 norwegische Wikinger einmal Jährlich zu Versammlungen getroffen haben.
Somit handelt es sich um eins der ältesten Parlamente der Welt.
Dies ist auch der Ort, wo am 17. Juni 1944 die Republik Island ausgerufen wurde.

Wikinger Reisen hat sich für unseren letzten Nachmittag eigentlich noch ein kleines Highlight aufgehoben „Whalewatching“. Jedoch auf Grund der schlechten Wetterverhältnisse der letzten Tage, musste diese Tour leider ausfallen. Wir waren enttäuscht, die sanften Riesen nicht sehen zu können.
Eine ausführliche Stadtrundfahrt in Reykjavik und die Verkostung des typisch isländischen Hotdogs „Pylsur“ hebte unsere Stimmung wieder und wir verbrachten einen schönen letzten Abend gemeinsam.

Um halb 4 jedoch klingelte auch schon wieder der Wecker, der Bus brachte uns in den frühen Morgenstunden zum Flughafen nach Keflavik.

Auf Wiedersehen Island
Auf Wiedersehen Island- wir sehen uns bestimmt bald wieder!